Der Ravensberger Park wird als klar strukturierter, zusammenhängender Stadtpark mit drei eng verknüpften Teilräumen entwickelt: Rochdale-Park im Westen, Kulturforum in der Mitte und Quartierspark im Osten. Während Rochdale-Park und Kulturforum im Sinne des Weiterbauens durch punktuelle Eingriffe funktional und gestalterisch verbessert werden, erfährt der Quartierspark eine umfassendere Neugestaltung. Diese stärkt die räumliche Fassung, Vegetationsstruktur, Wegeführung, Eingänge, Aufenthaltsqualitäten sowie das Spielangebot. Die Materialität des Bestandes wird dabei parkübergreifend aufgegriffen und stärkt die Einheit des Ravensberger Parks.
Ein barrierefreies Hauptwegenetz aus gesägtem Basaltkleinsteinpflaster bildet das räumliche und funktionale Rückgrat der Anlage. Es verläuft in Ost-West-Richtung durch alle Parkteile, bindet die wesentlichen Nord-Süd-Verbindungen ein und schafft Orientierung, Adressbildung und durchgängige Querungen. So verknüpft der Park zentrale Stadträume wie Kesselbrink und Innenstadt mit angrenzenden Bildungs-, Freizeit- und Grünbereichen. Der Ravensberger Park wird damit zu einem vernetzten, eigenständigen Grünraum im Stadtraum.
Der Entwurf basiert auf drei zentralen Gestaltungsprinzipien: der Qualifizierung des Bestandes im Sinne des Weiterbauens, der konsequenten Wiederverwendung vorhandener Materialien (ReUse) sowie der Entwicklung eines klimaresilienten Parks mit schattenspendenden Baumstrukturen, hoher Versickerungsfähigkeit und biodiverser Vegetation.